goddamn this noise inside my head
Woher auch!

 
Es gibt Wohnungen, die sind für andere gemacht. Ein Hort der Gastlichkeit. Zum Bewirten, zum Besuchen, auf dem Gästebett, im Gästezimmer.
Hier wird dargestellt, hingestellt, repräsentiert. Come in and find out.
Komm rein, setzt dich, fühl dich wie zuhause. Behaglichkeit. Auf dem Sofa ist Platz für dich und mich. Und davor für Kaffee oder Tee. Die Zeitungen gestapelt, wo sie hingehören. Es ist alles immer aufgeräumt, falls jemand kommt. Oh, du hast Blumen mitgebracht! Wie schön. Du kannst die Schuhe gleich dort abstellen, kein Problem.

Draußen tobt die Welt. Hier drin ist Schweigen. Hier bestimme ich, ob ich ans Telefon gehe oder nicht. Ob es plappert und flimmert. Tag und Nacht bestimmen vor dem Rollo das Treiben. Wenn ich es geschlossen will, auch nur dort. Vom Bett sieht man die Welt in 50 Hz oder in Echt. Nur 90° liegen dazwischen. Hier atme nur ich. Das muss reichen. Tür zu.
Und doch ist der Abstand nur Illusion. Selbst die Kette an der Tür böte der Welt nicht die Stirn, legte sie es drauf an hereinzustürmen. Die Wände sind nur Papier. Geschenkpapier? Die Schleife ist schon ab. Wer das Papier entfernt und in die Schneekugel blickt, muss sie auch schütteln. Ohne Chaos keine Idylle. Die Klingel ist abgestellt. Da hilft auch kein Klopfen, wir warten bis der Schnee sich gesetzt hat und wieder Ruhe einkehrt.

Wir müssen leider draußen bleiben! Auf dem Schild sind mehr als nur Hunde.
 
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