goddamn this noise inside my head
Woher auch!

 
Mit Gunter Gabriel kann ich nun gar nicht anfangen. Grundsätzlich.
Ein Bekannter ist nun aber in einer Band, die sich einmal getroffen hat, ein Lied von Gunter Gabriel gecovert hat und dies an die Plattenfirma schickte, die einen GG-Tributesampler rausbringen wollte. Und nun sind sie drauf - auf einer der drei CDs der 3CDBox. Zusammen u.a. mit Bohren und the club of Gore, Mambo Kurt, die Kassierer, Gautsch, Spherical Disrupted und Truck Stop!

Und am Freitag ist Release-Party in der Zeche Carl in Essen.
Wie es aussieht fahre ich ihn hin.
Liebe, Auto, Abenteuer....

... schon heute gefahren. Auf dem Beifahrersitz von Walter Röhrl.
Wenn unsereins meint, dass es schon ziemlich knapp ist, hat Röhrl noch sehr viel Zeit; wenn zum Beispiel hinter einer flotten Kuppe ein Traktor steht und man gerade "Ui" denken will, sagt Walter Röhrl: "Jetzt bremse ich einmal." Bremsen im Carrera GT ist wie Auto ausschalten, "das gehört zu einem Auto wie diesem dazu, bremsen, dass dir das Hirn stehen bleibt", sagt Röhrl, was den Vorgang ganz gut beschreibt, und natürlich ist noch ausreichend Platz zwischen Porsche und Traktor, um mindestens einen Sattelschlepper unterzubringen.

Gott sei dank, kaufe ich nicht alle Nase schattenstreifenlang einen neuen Anzug. Was einem dort geboten wird, ist immer wieder himmelschreiend. Brauchen die keine Kunden? Bin ich schlimm? Sehe ich so aus, als hätte ich kein Geld?
Verkäufer die Freundlichkeit mit dem Herunterleihern von Bitte, der Herr! Danke, der Herr! verwechseln, haben schon verloren.

Letztendlich habe ich dann wieder einen Strellson gekauft, bei einem Verkäufer, der sich wenigstens ein bißchen bemüht hat. Schwarz, leichte Schattenstreifen, zweitteilig, einreihig.
strellson

Im Grunde stand das Programm für dieses Wochenende. Zwar nicht auf die Minute, aber im Großen und Ganzen. Nur leider gab es nun niemanden mehr, der daran hätte teilnehmen wollen. Aber ich beschloß mich nicht davon beeindrucken zu lassen und so betritt ich das Programm eben allein - und tue es noch. [Obwohl zum Bloggen bei Beteiligung wohl keine Gelegenheit gewesen wäre.]
Ankunft mit Begrüßung
Wenn niemand erscheint, ist dieser Punkt absolut entbehrlich.
Disko-Ausflug nach Bielefeld
Aus bestimmten Gründen wurde dies so gewünscht. Zum letzten mal war ich vor ca. einem dreiviertel Jahr im Ringlokschuppen. Gestern war die Musik gar unschön, meist sogar sehr langweilig und altbacken. Oder es kann Kirmesindustrial erster Güte - aber dazu wird getanzt, dabei sind die Tracks dermaßen langweilig... Das Publikum war auch unansprechend. Früher schien mir das anders. Habe mich zwei Stunden ziemlich gelangweilt.
Schlafen
War als gemischtes Doppel vorgesehen und als Einzel durchgeführt worden. Morgens mit einem steifen Hals aufgewacht. Kann nicht nach links gucken.
Cindy Sherman
Hauptprogrammpunkt sollte ein Besuch in der Kestnergesellschaft sein, da sich dort zur Zeit einer der sehr raren Cindy Sherman-Ausstellungen befindet. Mein Ex-Lieblingsbesuch ist großer Fan ihrer Werke. [Ein paar Einblicke gibt es a.a. hier.] Ich erschien pünktlich im 15:00 Uhr zu einer kostenlosen Führung. Die einstündige Veranstaltung umfasst allerdings alle Ausstellungen des Hauses und so blieben für Cindy Sherman nur die letzten 20 Minuten. Danach habe ich mich noch etwa 40 Minuten beinahe allein im Austellungsraum mit den 15 großformatigen Arbeiten aufhalten können. Die Clown-Bilder sind zwar sehr interessant und lassen beim genaueren Hinsehen noch einige wichtige Details erkennen, wirklich zu fesseln vermochten sie mich aber nicht. Sehr viel mehr Werke zum Thema hinter dem gemalten Lachen hätten es dann auch nicht sein dürfen. Dennoch waren einige herausragende Werke dabei: Das nackte Mädchen mit dem Teddy - bei diesem Bild musste ich sofort an Kindesmißbrauch denken; Das Schulmädchen [Ich benenne die Bilder jetzt einfach mal so.] - wo ich direkt dachte: die spielt mit Männern.
Interessantester Punkt: Fehlendes U bei der Bildunterschrift ntitled.
Fischli / Weiß hatte ich mir vor einigen Wochen schon ausführlich angesehen. Da kann man wirklich Stunden sitzen und den Bilder zusehen.
Stadtführung
Sowas macht man normalerweise ja nicht alleine. Mit dem Führer für den roten Faden duch Hannover in der Hand bin ich losgelaufen. Die ersten 18 von 36 Stationen habe ich mir genehmigt. Der Rest kommt später. Einiges kannte ich noch nicht, aber ich wohne demnächst auch erst 5 Jahre hier.
Weggeh-Wochenendausklang
Irgendwie werde ich noch das Haus verlassen. Mal sehen wohin. Ich muß mich ja nach niemandem mehr richten.
Abschied
Von wem?

zensiert

Im Gegensatz zum zwölften Oktober der beiden Vorjahre. Is' vielleicht auch besser so.

steht an meinem Kraftfahrzeug vorne und hinten auch noch dran. somit unterstütze ich einen kranken Landkreis. Und wer dankt es einem?

Am Montag war Mian Mian-Lesung im Rahmen des Literarischen Salon. Angetreten vor dem überaus zahlreich erschienen Publikum (es gab nicht genug Sitzplätze und so saß ich ermäßigt(3,50 €) auf dem Boden) waren drei Frauen. Mian Mian selbst, Claudia Cosmo als Moderatorin und Christiane Paul als Leserin. Mian Mian las zuerst ein Stück ihrer letzten Werkes Deine Nacht, mein Tag c_paulselbst in der Orginalsprache Chinesich vor. Nur damit man sich ein Hörbild vom ursprünglichen Klang machen konnte, außer dem Wort Kaffee hat sicher (fast) niemand im Saal etwas verstanden. Deshalb konnte auch niemand beurteilen, ob Mian Mian nun wirklich so eine schlechte Vorleserin war, wie sie behauptete. Drei Teilstücke des Erzählbandes las dann Christiane Paul, derenwegen sicher auch einige anwesend waren, aus der deutschen Übersetzung vor.
mian2
mianDie Texte bewegten mich nun nicht unbedingt. Es geht um die Gegenwärtigkeit von Sex und Gewalt im Leben junger shanghaier Menschen. Es wird viel geschlagen. Alles sehr direkt.

Nach der Lesung - Fragestunde.
Was real und was erdacht sein. Die Antwort:When it's hard, it is real. If it's sweet, it is fiction.
So so. Mian Mian liest übrigens nicht, sondern guckt lieber Filme. Das insprierte mich zu der Frage, warum in Europa wohl vor allem asiatischer Film mit dieser Brutalität und Direktheit verbunden werde. Darauf meinte Mian Mian, dass man in Europa sicher kaum wüsste, was sich in der asiatischen und speziell chinesichen Kunstszene wirklich tue, diese Filme größtenteils Indie-Produktionen seien und wohl nur wegen des "Guck mal, wie hart und brutal es da ist..."-(Mitleid)-Faktors auf europäischen Filmfestivals Preise bekommen würden. Aha.

Nachdem Mian Mian das erste mal Paris gesehen hatte, wollte sie dort sterben. Nun war sie in Berlin und will lieber in der Bundeshauptstadt sterben. In Hannover will sie wohl nicht sterben.

 
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