goddamn this noise inside my head
Woher auch!

 
[Was schon ne halbe Stunde draußen. Hilf nix. Tiefes Loch. Kein Licht. Nur Dunkelheit. In mir. Scheiße.]

Grade ist ein Eichhörnchen, das wir sonst nur durchs Fenster draußen in den Bäumen beobachten können, durchs offene Fenster in mein Büro gehüpft. Einen Meter neben mir.
Es hat ein bißchen gedauert bis das aufgeregte Tier zwischen all den Fenstern wieder das offene gefunden hat, aber noch knapp 2 Minuten war es wieder draußen. Wie süß!
Wenn man ne Kamera braucht, ist keine da.

Gestern war der Tag. Der Tag, an dem ich SIE wiedersehen würde.
Wir waren für halb fünf bei mir verabredet. Zeit genug davor um 15:00 Uhr Feierabend zu machen (bei der Hitze sowieso das einzig richtige), zu duschen und auf SIE zu warten.
Die letzten Tage habe ich der Sache sehr entspannt entgegen gesehen. Ich habe mich vorher nicht groß selbst fertig gemacht. Mir gings ganz passabel. Obwohl mir sowas sonst immer direkt auf den Magen schlägt, war Mittagessen vorher kein Problem. Ab etwa 14:00 Uhr wurde ich etwas nervös, die letzten 10 Minuten waren die schlimmsten.
SIE ist also da - kurze Umarmung - und wir setzen uns auf Sofa und erzählen über dies und das. Nichts Substanzielles. Ich kann auch nicht sofort in medias res gehen. SIE auch nicht. Wir unternehmen erste zaghafte Versuche kommen aber immer wieder davon ab.
Bei dem Wetter drin zu sitzen, ist eigentlich doof und irgendwie trägt die Umgebung nicht wirklich dazu bei, dass ich aus mir rausgehen kann. SIE mag zwar nicht so richtig, aber wir fahren zum Maschsee.
Auf dem Weg zu einer einigermaßen ruhigen Stelle kommt das Gespräch erstmals wirklich zum Kern der Sache. Was haben wir beide von diesem Tag erwartet? Wie würde es ablaufen?
In meinen Gedanken hatte ich die letzten Tage einige Szenarien durchgespielt, was wohl passieren könnte. Von "Rauswerfen" bis "nicht mehr gehen lassen" und alles dazwischen war alles dabei. SIE hatte Angst als Angeklagte von mir Staatsanwalts mäßig verhört zu werden, dachte aber, dass es dazu zu wenig wirklich Unausgesprochenes zwischen uns geben würde. Ich hatte auch etwas Angst vor diesem Tag.
Es lief alles sehr friedlich und ruhig ab. Als wir endlich eine ruhige Bank erreicht hatten, fing ich an, mich ein wenig "auszukotzen". Wie es mir wirklich ergangen ist, was ich gefühlt habe und was ich wirklich scheiße fand. SIE hat sich das alles angehört. Wahrscheinlich fand SIE einiges ungerecht und konnte auch nicht wirklich nachfühlen, was da in mir vorgeht. Ich bin doch ganz anders gestrickt als SIE. Ich kann mich - wenn es sein muß - sehr weit zurückstellen für den anderen und erwarte das deshalb auch manchmal von anderen - von IHR. SIE hingegen kann IHREN Stolz oft kaum überwinden und bestimmte Sachen, die mir sehr wichtig wären, nie meinetwegen machen, dazu ist sie zu egozentrisch. Manche Dinge sind IHR damit sehr fern und kaum nachvollziehbar. Das unterscheidet uns.
Die entscheidende Frage war jedoch Was will ich?
SIE war sehr erstaunt darüber, dass ich mir noch Gedanken darüber mache, ob es für uns noch eine Chance gibt, ob ich SIE noch zurück will und ob es nicht anders besser ist.
Diese Frage stellt sich für SIE nicht mehr.
Es war gut wie es war, aber es hätte nicht mehr länger gehen sollen. Das es zuende ist, ist gut und SIE will nicht dahin zurück, wo wir herkommen. Ein "Wir" wird es aus IHRER Sicht nicht mehr geben.
Ich war mir dieser Sache nicht so sicher. Mit IHR ging es mir - trotz aller Kompromisse, die ich eingehen musste - besser, besser als jetzt (klar) aber auch auch besser als lange vor unserem Zusammensein. Ich hatte noch Hoffnug. Das hätte SIE nicht gedacht.
Ich fehle IHR nicht so wie SIE mir. SIE hat im Moment eher sexuelle Defizite (keine Ahnung, ob SIE die anderweitg befriedigt, habe ich nicht nach gefragt), mir fehlt SIE als Partner.
Ich hätte gehofft, dass SIE einige Sachen bereut, die aus meiner Sicht falsch gelaufen sind. Das ist aber anscheinend nicht der Fall. IHR Stolz steht IHR dabei im Weg. Schade.

Somit hat der Tag einige Klarheiten gebracht.

Trotzdem wurde mir klar, dass da immer noch Liebe in mir für SIE ist, das habe ich IHR auch gesagt. Vielleicht ist es gestern etwas weniger geworden, vielleicht auch nicht. Ich bin immer noch eifersüchtig auf die anderen, die jetzt mit IHR ihre Zeit verbringen dürfen.

SIE hat mich immer wieder gefragt, was ich denn eigentlich an IHR finde. Dabei war SIE diejenige, die immer sagt, dass man Gefühle nicht erklären kann.
Später meinte SIE, dass SIE immer gestört hätte, dass sich unser Humor so unterscheidet. Mein Humor wäre viel intellektueller als IHRER, SIE lachte lieber über blöden Kram. Das klang für mich ein wenig vorgeschoben.

Um zehn endete unser gemeinsamer Tag mit einer ausgiebigen Verabschiedung, bei der wir uns sehr lange in den Armen lagen. Das war schön und hat mir gefehlt. Mir hat IHRE Nähe gefehlt, SIE wieder berühren zu können, war sehr schön. Ich konnte SIE nur schwer gehen lassen. Als SIE davon gefahren war, bleib wieder die Leere in mir zurück. Zusammen mit immer noch ein bißchen Hoffnung, das es mal wieder anders wird zwischen uns. Ich kann es nicht ändern.
Ich habe nicht so gut geschlafen heute Nacht. Das lag aber wohl hauptsächlich an der Hitze.

Heute gehts eigentlich. Mal sehen wie's weitergeht. Ich hätte große Lust SIE anzurufen.
Ich glaube nicht, dass es ein Fehler war, SIE zu treffen.

Nur mein Tinnitus hat gestern negativ auf meine starke innere Anspannung reagiert.

 
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